Den Atomausstieg selber machen


Die Bundesregierung hat mal wieder gezeigt, was aktive Politik bedeutet. Was heute gilt, muss morgen schon keinen mehr interessieren. Versprechen, welche im Zuge des Wahlkampfes gegeben werden, sind entweder nach der Wahl in Vergessenheit geraten, oder müssen höheren Ziele weichen. Wie beispielsweise der Lobby, welche gerne von Berufspolitikern bedient wird.

Ein aktuelles Beispiels ist zweifelsohne der Ausstieg vom Atomausstieg, die Negierung des Positiven. Atommeiler dürfen länger laufen, alles unter dem Stichwort “Laufzeitverlängerung“. Stromkonzerne behalten so ihren Dukatenesel und der Staat kann über ein paar scheinheilige Abgabenmodelle (Brennelementesteuer) auch noch etwas hinzu verdienen.

Doch wer ist nun der eigentlich Leidtragende von diesem Politikmodell?

Leidtragender ist und bleibt die Umwelt und alle nachfolgenden Generationen. Zwar mag man den billigen Atomstrom weiterhin zur Verfügung stellen, um Energie auch weiterhin bezahlbar zu machen. Jedoch ist auch dies nur vorgeschobene Logik, denn bezahlbar ist Atomstrom niemals. Denn Atomstrom erzeugt auch atomaren Abfall, der millionen von Jahren gelagert werden muss. Eine Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht, vielmehr setzt man auf Zwischenlager, deren Sicherheit bis heute nicht erwiesen ist.

Und nun? Was kann man tun?

Die Antwort ist denkbar einfach, den Atomausstieg selber machen! Was die Politik nicht kann, kann der Normalbürger schon lange. Nämlich Verantwortung für seine eigenes Handeln übernehmen und die Wirtschaft auf die einfachsten Wirtschaftsmechanismen reduzieren: Angebot und Nachfrage!

Der beste Weg des zivilen Ungehorsams stellt hier der Wechsel zur erneuerbaren Energie dar. Raus aus dem Billigstromsektor und hin zu 100% Ökostrom. Ökostrom-Anbieter gibt es zu Hauf. Und auch Produzenten von erneuerbaren Energien gibt es viele. Und eben jene gilt es jetzt zu unterstützen, sorgt die Verlängerung der Laufzeiten deutscher AKWs doch dafür, dass viele Investitionen in Ökostrom sonst vergeblich gewesen wären.

Daher sollte sich jeder jetzt fragen, ob ein geringer monatlicher Mehraufwand für Ökostrom nicht besser wäre. Also los: Atomausstieg selber machen!

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