Tausende Mastbetriebe geschlossen – mein Mitleid hält sich in Grenzen


Und wieder mal ein neuer Skandal in der tierverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Mit Dioxin verseuchtes Tierfutter sorgt für die Sperrung von tausenden Mastbetrieben in ganz Deutschland.

Während sich viele große Sorgen um die Bestandteile ihrer Nahrung machen, steht eine große Zahl an Mastbetrieben vor dem finanziellen Ruin.

Doch was soll man dazu sagen? Mein Mitleid hält sich dermaßen in Grenzen, vielmehr wurde es einfach nur Zeit, dass sowas geschieht. Leider werden die Lehren daraus kaum gezogen werden. Das grausame Wettmasten und Massenschlachten wird angesichts des deutschen Drangs nach billigen Lebensmitteln weiter gehen. Und in einigen Wochen wird kaum noch jemand daran denken, welchen Müll man den Masttieren zum Fraß vorwirft.

Doch um die Dimensionen dieses Skandales überhaupt begreifen zu können, sollte man auch die finanziellen Rahmenbedingungen kennen.

Beispiel Masthähnchen:

Das uns bekannte Brathähnchen aus der Tiefkühltruhe hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von sage und schreibe 35 Tagen. Die Kosten für die Mast des Huhns beträgt noch nicht einmal 80 Cent, all inclusive… Die Futterkosten nehmen mit ca. 50 Cent pro Huhn (auf die „gesamte“ Leidensdauer gerechnet) den Löwenanteil ein.

Knapp 80 Cent Gesamtkosten für ein Masthähnchen, nur damit wir alle zu jeder Zeit und billig Fleisch konsumieren können.

Wieder ein Beispiel mehr für die Weisheit: „Du bist, was du isst!“

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