Medienkonsum reduzieren


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Völlig zurecht bezeichnet man unsere Zeit als das Informationszeitalter. Noch nie war der Spruch “Wissen ist Macht” so zutreffend, wie heute. War dieses Wissen vor nicht allzu langer Zeit noch der Oberschicht vorbehalten, so sind wir heute alle relativ gebildet. Naturwissenschaften, Sprachen und Mathematik werden an den Schulen gelehrt und viele von uns setzen ihre Ausbildung auf einer Hochschule fort. Allerdings gibt es ein Schlagwort, das uns alle betrifft. Lebenslanges Lernen ist heute die einzige Art, die sich schnell verändernde Welt zu verstehen. Die Elektronik entwickelt sich rasend schnell und die neueste Hardware wird von immer ausgereifterer Software schnell wieder an die Grenzen gebracht. Mancher Kühlschrank hat heute mehr Rechenleistung als die Nasa Kontrollstation in Houston, die die 1969 die Apollo 11 Mission überwacht hat. Medienkonsum steht für uns auf der Tagesordnung. Aber sollten wir ihn reduzieren?

Statistik zur Mediennutzung

Die beliebtesten Medien sind Fernsehen und Radio. Gefolgt von Büchern und Zeitungen ist damit die Spitze in bewährter Hand. Auch das Kino auf Platz 4 kommt nicht unerwartet. Auf Platz 5 und damit vor Zeitschriften und DVDs rangieren Internetvideos. Der Vormarsch der Online-Medien ist allerdings nicht zu stoppen. On demand lautet das neue Zauberwort. Alleine schon diese Verfügbarkeit, immer dann wenn man Zeit und Lust hat, ist ein gewaltiger Unterschied zu Medien, wie dem Fernsehen, das man als Konsument nicht beeinflussen kann. Wollte man vor 2 Jahrzehnten Nachrichten konsumieren gab es entweder Printmedien, oder feste Zeiten, zu denen Nachrichtensendungen ausgestrahlt wurden. Im Radio, wie im Fernsehen musste man sich mit der Programmzeitschrift auseinandersetzen. Das Programm wurde von den Redaktionen und Programmdirektoren bestimmt.

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Der gute alte Fernseher ist heute nach wir vor das am meisten genutzte Medium

Freier Wille

Vor dem Fernseher ist man dem Fernsehprogramm ausgeliefert. Dank privater Sender und einer unglaublichen Auswahl an Programmen, kann man zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit jedes Genre irgendwo finden, aber wenn man ein bestimmtes Thema, oder einen bestimmten Film sucht, hat man meist schlechte Karten. Das Onlineangebot auf Youtube, Amazon Prime, Netflix und vielen anderen Plattformen ist hier ganz anders gestaltet. Auf Knopfdruck kann man sein eigener Programmdirektor sein. Medienkonsum wird zu Medienplanung und der Umsetzung des eigenen Progamms. Vom passiven Konsumenten wechselt man auf die Seite des bestimmenden Elements beim Medienkonsum. Eine große Chance, auch wenn diese neue Rolle eine große Gefahr birgt.

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Medien sind einem starken Wandel unterworfen. Neue Technologien verdrängen alte Technik und schaffen neue Möglichkeiten

Verantwortungsbewußter Medienkonsum

Das Problem bei der online Mediennutzung ist die Menge der verfügbaren Informationen. Ein Großteil des Angebots besteht aus Pornografie und ein weiterer großer Teil beschäftigt sich mit Unterhaltung. Die klassischen Katzenvideos und ähnliche Zusammenstellungen zielen darauf ab uns zu fesseln. Dahinter stecken klare wirtschaftliche Interessen. Influencer stellen seichte Videos zusammen und bauen sich eine große Gefolgschaft auf. Andere Filmemacher erstellen bewußt einfache Videos, die man sich einfach ansieht. Süß, witzig, überraschend, schmerzhaft, oder einfach nur unbeschreiblich dämlich sind die Handlungen, die da serviert werden. Aber nicht nur die Verantwortlichen hinter den Videos wollen, dass wir dranbleiben. Auch die Plattformen, allen voran Youtube, wollen, dass wir uns ein Video nach dem anderen ansehen. Oder eigentlich will Youtube, dass wir uns die Werbung ansehen und nicht die Videos.

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Soziale Medien sind fast schon ständiger Begleiter

Zeitverschwendung vermeiden

Die belanglosen seichten Videos, die Websites, die sich oberflächlich mit Themen beschäftigen und Inhalte von verschiedenen anderen Seiten einfach kopieren und neu anordnen, sind nicht viel mehr als Zeitverschwendung. In diesem Sinne kann ich nur befürworten, wenn es darum geht, den Medienkonsum zu reduzieren. Auf der anderen Seite sind wir als erste Generation in der Lage auf umfassendes Wissen aus allen nur erdenklichen Bereichen zuzugreifen. Es ist durchaus möglich ein Thema in all seinen Facetten zu recherchieren, Wissen und unterschiedliche Meinungen dazu aufzunehmen und sich selbst ein Bild zu machen. Wissenschaftskanäle auf Youtube liefern interessante Fakten. Sieht man etwas, das interessiert kann man mit einer einfachen Internetrecherche mehr dazu erfahren. Die Möglichkeiten sind unbeschränkt und passen perfekt zu unserer Informationsgesellschaft. In diesem Sinne sollte man den Medienkonsum auf keinen Fall reduzieren!

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